Sexsucht
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Sexsucht: Symptome gibt es mehrere
Der Begriff „Sexsucht“ wird in der Wissenschaft nicht gebraucht. Dort ist von Hypersexualität die Rede. Darunter verstehen Sexualwissenschaftler, Mediziner, Psychotherapeuten und klinische Psychologen ein gesteigertes sexuelles Verlangen beziehungsweise ein sexuell motiviertes Handeln. Beides kann verschiedene Ursachen haben.
Sexsucht: Ursachen

Martin Kafka, der Psychiater an der Harvard Medical School ist, spricht von Sexsucht, wenn jemand über einen Zeitraum von einem halben Jahr mindestens sieben Orgasmen pro Woche hat und ein bis zwei Stunden pro Tag mit sexuellen Aktivitäten beschäftigt ist. Krankhafte Sexsucht beziehungsweise Hypersexualität liegt vor, wenn eine Person so viel Zeit mit sexuellen Fantasien und Verhaltensweisen verbringt, dass er darüber alle andere Aktivitäten und seine Pflichten vernachlässigt.
Sexsucht kann eine Reaktion auf Angstzustände, Missstimmung oder Langeweile sein. Sie kann zudem eine wiederholte Reaktion auf äußerst aufwühlende Ereignisse darstellen. Darüber hinaus sei der mit dem übersteigerten sexuellen Verlangen verbundene Leidensdruck ausschlaggebend, um überhaupt von Sexsucht sprechen zu können.
Sexsucht: Therapie

Sowohl Männer als auch Frauen können hypersexuell sein. Ein prominenter Sexsüchtiger ist der US-amerikanische Schauspieler David Duchovny. „Ich habe mich freiwillig in eine Einrichtung für die Behandlung von Sexabhängigkeit begeben“, ließ er Anfang September 2008 in Form eines öffentlichen Statements verlauten. Michael Douglas hingegen hat sich gegen die Vorwürfe, er sei wegen Sexsucht behandelt worden, gewehrt: „Da ist maßlos übertrieben worden! Ich war nur einmal wegen zu viel Alkohol in einer Klinik. Aber die Presse machte eine Sex-Story daraus mit mir als Sexsüchtigem. Das war kurz nach dem Film ,Basic Instinct‘. Ich hatte eine schwere Zeit, trank viel und suchte Hilfe. Das war schmerzlich für meine Exfrau und unseren Sohn Cameron. Die Gerüchte über meine Sexsucht waren das Schlimmste, was mir in dieser Lebensphase widerfahren ist“, erzählte der Hollywoodstar im Sommer 2002 in einem Interview für die deutsche Frauenzeitschrift „bella“.
Wer glaubt, sexsüchtig zu sein, und darunter leidet, der sollte sich von einem erfahrenen Therapeuten helfen lassen. Im Internet kann nach einem geeigneten Experten gesucht werden.
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