Spielsucht
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Der spielende Mensch

In verschiedenen Theorien wird der Mensch als sogenannter Homo ludens, als spielender Mensch, beschrieben, der sein ganzes Wissen und Können allein spielerisch erwirbt. Diese Auffassung vertrat bereits Friedrich Schiller. Allerdings ist in solchen Erklärungsmodellen von einem sehr weiten Verständnis des Spiels auszugehen. Spricht man jedoch von Spielsucht, handelt es sich im Allgemeinen um Glücksspielsucht, die mit der Weiterentwicklung intellektueller oder körperlicher Fähigkeiten nichts zu tun hat. Stattdessen liegt der Spielsucht eine Art unrealistischer Optimismus zugrunde, der den Spieler dazu bringt, trotz geringer Gewinnchancen zu glauben, er könne beim nächsten Spiel den großen Coup landen. Auf diese Weise steigern sich Verluste mitunter in existenzbedrohende Höhen.
Wie man in die Spielsucht gerät

Nicht jeder Mensch, der gern spielt oder hin und wieder einmal wettet, läuft Gefahr, spielsüchtig zu werden oder der Wettsucht zu verfallen. Pathologisches Spielen, wie die Spielsucht korrekterweise genannt wird, gliedert sich in verschiedene Phasen. Diese gelten zwar als exemplarisch, können im Einzelfall jedoch variieren. In der ersten, der sogenannten Gewinnphase, spielt man noch verhältnismäßig unregelmäßig und hat einfach Spaß daran. Diese Freude am Spiel verbindet sich zunehmend mit unrealistischen Hoffnungen auf hohe Gewinne, die dazu verleiten, immer größere Beträge einzusetzen. Wer infolgedessen viel Geld verliert, nähert sich Phase zwei, der Verlustphase. In dieser steigert sich die Häufigkeit des Spielens ebenso wie die Höhe der Verluste, wobei wiederum mit erneutem Spielen der Versuch unternommen wird, diese auszugleichen. Die zunehmende gedankliche Beschäftigung mit dem Spiel bestimmt den Alltag, man sucht Ausflüchte gegenüber Freunden und Bekannten, um die Spielsucht zu verbergen, und verheimlicht größere Verluste. Beginnt man als Spielsüchtiger, seine Familie zu belügen oder seine Pflichten zugunsten des Spiels zu vernachlässigen, befindet man sich bereits in der Verzweiflungsphase der Spielsucht. Deren Symptomatik beinhaltet, dass neben dem Spiel und der Beschaffung von Geld für Spielschulden kaum noch etwas eine nennenswerte Bedeutung für den Spielsüchtigen hat. Sich ohne Unterstützung aus dieser Spirale der Spielsucht zu befreien, ist schwer. Mittels einer diskreten und kompetenten Online-Beratung kann ein entsprechend geschulter Experte optimale Hilfe leisten.
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