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Sucht

In eine Abhängigkeit kann jeder Mensch geraten. Sie ist keine Frage persönlicher Schwäche oder besonderer Anfälligkeit. Zahlreiche Faktoren erleichtern oder erschweren das Entstehen einer Sucht. Sich einzugestehen, dass man ein Suchtverhalten angenommen hat, ist dann sicher der schwerste Schritt.

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Abhängigkeit, Sucht und ihre Definitionen

Obwohl es sicher viele gesellschaftsfähige Süchte gibt, verbindet man mit dem Begriff der Abhängigkeit doch im Allgemeinen eher etwas Negatives. Die Begriffe Sucht und Abhängigkeit werden gemeinhin synonym verwendet, wobei seit 1963 offiziell immer nur von Abhängigkeit die Rede ist. Doch ab wann lässt sich überhaupt von einer Sucht respektive Abhängigkeit sprechen? Hier müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen das nahezu unüberwindbare Verlangen nach dem entsprechenden Suchtmittel sowie die Unfähigkeit, sich selbst hinsichtlich der Einnahmemenge zu kontrollieren. Letzteres macht sich auch dadurch bemerkbar, dass die Dosis stetig erhöht wird, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Dies geschieht, weil sich der Körper im Laufe der Abhängigkeit an die süchtig machenden Substanzen gewöhnt. Wer abhängig ist, muss seiner Sucht nicht nur nachgeben, sondern auch stets daran denken, für Nachschub zu sorgen. Im schlimmsten Fall kann dies zur sogenannten Beschaffungskriminalität führen.

Zahlen und Fakten

Die häufigsten Süchte beziehen sich auf Nikotin, Alkohol, Medikamente und illegale Drogen. So nutzen in Deutschland allein 4,3 Millionen Menschen Zigaretten, Zigarren und andere Tabakwaren. Ungefähr 10,4 Millionen Menschen trinken zu viel Alkohol, wobei man hier nicht in jedem Fall von einer tatsächlichen Abhängigkeit sprechen kann. Im Hinblick auf die Medikamentensucht geht man von circa 1,4 Millionen Betroffenen aus. Dabei spielen Herkunft und soziale Unterschiede kaum eine Rolle, denn Süchtige gibt es in jeder Gesellschaftsschicht.

Wie man sich aus der Sucht befreien kann

Je nach Art der Abhängigkeit beziehungsweise der konsumierten Substanz gibt es unterschiedliche staatliche oder kirchliche Anlaufstellen, die bei der Entwöhnung helfen können. So gibt es allein für Alkoholkranke zahlreiche Suchtkliniken und ambulante Therapieangebote. Ist man von harten Drogen wie Heroin oder Kokain abhängig, kann ebenfalls eine entsprechende Therapie helfen. In jedem Fall empfiehlt es sich, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn die psychische Abhängigkeit ist oft schwerer zu überwinden als die körperliche. Diskrete und kompetente Beratung bietet in diesem Fall die psychologische Online-Beratung.


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