Essstörungen
Schönheitsideale, wie z. B. die perfekte Körperfigur, sind ständig im Wandel begriffen und spiegeln sich in der Gesellschaft wider. Durch die Medien werden entsprechende Vorstellungen verbreitet und manifestieren sich so im Bewusstsein der Menschen. Dabei setzen sich die meisten in ein Verhältnis zu dem jeweiligen Schönheitsideal: entweder, indem sie sich ihm verweigern, oder – was häufiger der Fall ist – indem sie alles daransetzen, diesem Ideal zu entsprechen.
Ein Ideal als Lebensinhalt
Für manche Menschen wird der Versuch, einem Ideal zu entsprechen, zum Lebensinhalt. Das kann sich beispielsweise in einem gestörten Essverhalten äußern. Dennoch scheinen nicht alle Menschen, die unter vergleichbaren soziokulturellen Bedingungen leben, gleichermaßen gefährdet zu sein. Ausschlaggebend sind vielmehr der persönliche Umgang mit den äußeren Gegebenheiten und die Selbstwahrnehmung.
Bin ich schön?
Jede Frau will schön sein, doch das Problem mit der Schönheit hat zwei Seiten, eine Inhalts- und eine Beziehungsseite. Auf der inhaltlichen Seite kann man diskutieren, welche optischen Standards eine Gesellschaft setzt, also was Schlankheit konkret bedeutet, wie hoch der ideale BMI (Body-Mass-Index) ist oder was man für Fitness und Ernährung tun kann. Das eigentliche Problem besteht jedoch nicht auf der Inhaltsebene, sondern auf der Beziehungsebene. Dabei geht es nicht um das tatsächliche Körpergewicht, sondern um die persönliche Wahrnehmung desselben. Nur durch den Zugang über die Beziehungsebene ist erklärbar, warum sich beispielsweise eine stark untergewichtige Person als zu dick empfindet.
Magersucht und Bulimie
Die bekanntesten Formen von Essstörungen sind Magersucht (lat.: anorexia nervosa) und Bulimie (lat.: bulimia nervosa). Dabei geht es den Betroffenen darum, einem selbst definierten Schlankheitsideal zu entsprechen, das gesundheitsgefährdende Ausmaße annehmen kann. Die Entwicklung eines solchen Ideals wird häufig durch verschiedene Medien ausgelöst, in denen Schlankheit als etwas grundsätzlich Wünschenswertes dargestellt wird. Zudem spielen die Ernährung und ihr Stellenwert innerhalb der Familie eine große Rolle. Werden Kinder von klein auf mit Kalorien und Nährwerten konfrontiert, achten sie zwangsläufig verstärkt auf ihr eigenes Essverhalten, wodurch langfristig eine Essstörung begünstigt werden kann. Letztlich geht es aber immer um die Beziehungsebene, die bei jedem Einzelnen individuell betrachtet werden muss.
Wenn man scheinbar nicht mehr satt wird
Doch nicht nur das systematische Hungern oder die Ess-Brech-Sucht sind weitverbreitete Essstörungen. Auch die Fettsucht (lat.: adipositas) kommt sehr häufig vor und deutet auf eine Störung der Selbstwahrnehmung hin. Hier geht es auf der Beziehungsebene weniger um ein angestrebtes Schönheitsideal, sondern um die mangelnde Fähigkeit, bestimmten Reizen zu widerstehen. So fällt es den Betroffenen schwer, auf angebotenes Essen zu verzichten, selbst wenn sie körperlich keinen Hunger verspüren. Dabei versprechen sie sich auf der Beziehungsebene eine Form von Befriedigung, die jedoch nicht von Dauer sein kann.
Sich selbst lieben lernen
Die Gründe für die Entwicklung eines Suchtverhaltens, sei es bei einer Magersucht oder einer Fettsucht, sind äußerst vielfältig. In jedem Fall scheint die Überwindung der Essstörung jedoch unweigerlich an die Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwertgefühls und der Eigenliebe gekoppelt zu sein.
Wie kann ein Psychologe helfen?
Mithilfe eines Psychologen lassen sich die grundlegenden Aspekte einer Essstörung, beispielsweise im Rahmen einer Gesprächstherapie, erörtern. Dabei spielen die Ursachen oder Auslöser für ein möglicherweise mangelndes Selbstwertgefühl eine große Rolle. Indem man diese Gründe mit psychologischer Unterstützung herausfiltert, gelingt es den Betroffenen besser, die Krankheit zu überwinden.
|
Familien-, Ehe- Paarberatung, Psychologische Betreuung in Krisen- und Belastungssituationen, Psychosomatik, Trauer, Coaching privat u. Beruf, Gesundheitsberatung |
|
|
Einfühlsames Zuhören, … bei Ängsten, Verzweiflung, Unsicherheit, seelischem Tief. Gemeinsam neue Wege finden. Ich unterstütze Sie gern auf Ihrem Weg. |
|
|
Schwerpunkte meiner Tätigkeit sind Trennung, Verlust, Entscheidung, Lebenskrise, Konflikte, Mobbing, Altern, Depressionen, Psychosomatik und Paartherapie. |
|




