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Herbstdepression

Ratgeber von psychologe.de Redaktionsteam vom 30.09.2011

Unter einer Herbstdepression, auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt, leiden Betroffene im Allgemeinen in den Herbst- und Wintermonaten. Die Hauptursache dafür ist die kürzere Sonneneinstrahlung, die sich sowohl körperlich als auch psychisch bemerkbar macht. Erhöhter Schlafbedarf und eine negative Stimmung sind die ersten Anzeichen einer Herbstdepression.

Trübes Wetter, trübe Stimmung
Ursache für eine Herbstdepression ist der Wetterumschwung, der mit dem Wechsel der Jahreszeiten einhergeht: Der Körper muss sich auf den Winter einstellen und mit weniger Licht auskommen – und somit auch mit weniger Glückshormonen wie Endorphinen und Serotonin. Durch die verminderte Sonneneinstrahlung wird über die Haut zudem weniger Vitamin D gebildet. Reizbarkeit und Nervosität sind die Folge, bei vielen Betroffenen auch eine ausgeprägte Energielosigkeit und Heißhunger auf kohlenhydratreiche Nahrungsmittel.

Was kann man gegen eine Herbstdepression tun?
Die einfachste und bekannteste Lösung ist, sich möglichst viel im Freien aufzuhalten, denn Tageslicht hat eine positive Wirkung auf unseren Organismus. Dazu muss nicht unbedingt die Sonne scheinen, das natürliche Licht eines Regentages ist ebenfalls stark genug. Licht wirkt über die Netzhaut der Augen und die Nerven positiv auf jene Bereiche im Gehirn, die den biologischen Rhythmus beeinflussen. Mit der richtigen Ernährung und speziellen Lichttherapien kann Betroffenen ebenfalls geholfen werden.

Wenn die Depression bestehen bleibt
Eine Herbstdepression kann, wenn sie nicht behandelt wird, zu einer wetterunabhängigen Depression werden. Den Betroffenen mangelt es dann häufig an der nötigen Motivation, um alltägliche Aufgaben zu erledigen, oder an der Fähigkeit, sich über die schönen Dinge des Lebens zu freuen. Wer darunter leidet, benötigt professionelle Hilfe, um sich aus der Depression zu befreien. In diesem Fall ist es für Ratsuchende schwer, selbst aktiv zu werden.

Wie kann ein Psychologe helfen?
Ein kompetenter Experte klärt zunächst einmal ab, welche Art einer Depression vorliegt und wie stark diese ausgeprägt ist. Dazu verwendet er in der Regel einen Fragebogen, um zu unterscheiden, ob es sich um eine leichte, mittelschwere oder schwere Depression handelt. Die telefonische Beratung ist hierfür gut geeignet, da Betroffene dabei nur eine geringe Hemmschwelle überwinden müssen. Mithilfe psychologischer Unterstützung kann man dann gezielt gegen eine vorhandene (Herbst-)Depression vorgehen.

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